Wir fordern eine sozial-ökologische Transformation für ein neues Wirtschaftswunder!

Neueste Beiträge

Die Natur als Subjekt und Objekt – Gastbeitrag von Johann Graf Lambsdorff

24.03.2020, Berlin. Natur in der Form von Ökosystemen inklusive der darin eingelagerten Treibhausgase hat derzeit eine unklare rechtliche Stellung. Ist Natur nur Mittel oder auch Zweck? Hat sie einen Preis oder ist ihr Wert nicht derart zu bestimmen? Dient sie nur dem Menschen oder hat sie eine darüberhinausgehende Rechtsposition? Hierzu gibt es widerstreitende Ansichten. Eine Klärung könnte wesentlich zu Bekämpfung des Klimawandels beitragen.

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Die EZB muss auch beim Ankauf von Staatsanleihen auf Klimawirkungen achten

18.03.2021, Berlin. Es heißt ja: “Aus Fehlern lernt man” – nicht so das Kaum ein Thema ist in letzter Zeit in der Finanzpresse und in zivilgesellschaftlichen Foren so vehement diskutiert worden wie die Frage, ob und wie das geldpolitische Instrumentarium der EZB im Hinblick auf den sich beschleunigenden Klimawandel reformiert werden soll. Andere Zentralbanken sind hier schon einen Schritt weiter.

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MANGELHAFT – Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG)

26.01.2021, Berlin. Es heißt ja: “Aus Fehlern lernt man” – nicht so das Bundesministerium der Finanzen. Der Finanzmarkt in Deutschland ist nach wie vor ein leichtes Spielfeld mit mangelhaften Kontrollen. Das “Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität” ändert daran trotz des Wirecard-Skandals nichts und Kapitalanleger*innen werden auch künftig das Nachsehen haben.

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JETZT: Deutsche Jahrhundertanleihen für Nachhaltigkeit und für eine Grüne 1!

20.1.2021, Berlin. Die öffentlichen Finanzen sind bei der Umsetzung einer nachhaltigen Finanz- und Finanzmarktstrategie ein bedeutsames Element: Die Verbindlichkeiten des Bundes belaufen sich auf fast €1,5 Billionen. Und selten ist die Neuverschuldung des Staates so angewachsen wie aufgrund der Corona-Pandemie. Höchste Zeit also, alte Gewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen und die Leitbilder des öffentlichen Finanzgebarens neu zu denken. Wie?

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„Grüne 1“ statt „Schwarze Null“

10.1.2021, Berlin.Die „Schwarze Null“ ist Geschichte. Die Rückbesinnung der Großen Koalition zur Philosophie der „Schwarzen Null“ übersieht die Achillesferse der deutschen Finanzpolitik: die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen vor Corona wurde in erheblichem Maße durch den Verfall des öffentlichen Kapitalstocks erkauft. Corona, das ist die Zeit nach der schwarzen Null. Deutschland muss investieren. Wir brauchen Staatsfinanzen, die beherzt und langatmig die soziale und klimatische Nachhaltigkeit absichern.

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Die Ausgangslage

„Wenn das alles erstmal vorbei ist …“ war ein oft gehörter Ausruf im Frühling des Jahres 2020. COVID-19 hat einen tiefgreifenden Einschnitt in ausnahmslos allen Lebensbereichen verursacht. Von der Beschneidung wesentlicher Grundrechte bis hin zum wirtschaftlichen Kollaps ganzer Branchen stehen die Menschen weltweit vor einer Erfahrung, von deren Ausmaß höchstens noch unsere Groß- oder Urgroßeltern eine Ahnung haben.

Im Übrigen schnitt die Pandemie auch tief in das ökologische Leben ein. Unmittelbar vor COVID-19 war Klimaschutz, insbesondere die FridaysForFuture-Bewegung, von der Frage geleitet, wie es gelingen kann, mit möglichst geringen Belastungen des sozialen und wirtschaftlichen Lebens das Klima zu schützen und eine Zukunft zu ermöglichen. 

Ab Ende März 2020 haben Regierungen in aller Welt in einem welthistorisch unvergleichlichen Akt politischer Radikalität mit extremen Belastungen verbundene Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie veranlasst, die selbst die revolutionärsten Forderungen der schärfsten Klimaschützer*innen in den Schatten stellten. Damit wurde gezeigt, dass hohe Belastungen zumutbar sind.

Infolge dessen waren Gewässer wieder klar, die zwitschernden Vögel am Münchner Flughafen wieder zu hören, die Luft in den Städten war nahezu feinstaubfrei, unerreichbar geglaubte Emissionsziele wurden plötzlich eingehalten.

Wir erlebten unsere Umwelt in dieser Ausnahmesituation auf eine Weise, wie wir sie mehrheitlich zu unseren Lebzeiten noch nie erlebt haben – es sei denn in ansonsten menschenleeren Gegenden. Wir erlebten, wie eine geschützte Umwelt sein könnte.

Die Corona-Krise stellt die Bevölkerung und die Wirtschaft weltweit vor ungeahnte Herausforderungen. Die Krise deckt Schwachstellen auf, die in der Vergangenheit aufgrund eingefahrener Denkweisen und Strukturen sowie der Dominanz ökonomischer Erwägungen immer wieder ignoriert wurden.

Die Kosten sind hoch, viele Millionen Menschen sind in ihrer Existenz bedroht. Weltweit setzen Regierungen und Zentralbanken auf Stabilisierungsprogramme gigantischen Ausmaßes, so auch in Deutschland.

Konjunkturmaßnahmen in historischer Größe werden folgen. Gleichzeitig führt die aktuelle Situation zu einer Neubewertung vieler Selbstverständlichkeiten und einer Welle der Solidarität. CO2-Einsparungen, die für unmöglich erachtet wurden, sind innerhalb weniger Wochen plötzlich Realität. Das Bewusstsein, dass Mensch und Natur unbedingt zusammen gedacht werden müssen, kommt in der Breite der Gesellschaft an.

Wir halten es für zwingend erforderlich, dass kommende Konjunkturpakete sich nicht an die Erhaltung des alten Systems klammern. Es muss darum gehen, die natürlichen Grenzen unseres Planeten anzuerkennen und endlich in Einklang mit einem zukunftsgerichteten, dem Gemeinwohl dienenden, Wirtschaftssystem zu bringen. Tun wir dies nicht, werden wir und vor allem unsere Kinder und Enkel einen noch viel höheren Preis zahlen müssen.

Wir halten es nicht nur für erstrebenswert, sondern auch für möglich, unsere Wirtschaft und Gesellschaft sozial und ökologisch zu transformieren – vor allem, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und gesamtgesellschaftlich zusammenhalten.

Die aktuelle Krise zeigt uns, wie das geht.

Werden Sie Teil unserer Initiative und nutzen Sie mit uns diese historische Chance für ein neues Wirtschaftswunder!

Zu unserem Logo: Die Transformation der Weltkugeln

Wieso wirken die Weltkugeln im Titelbild als wären sie schlecht gedruckt? Keine Sorge, Ihr Bildschirm ist nicht defekt! Bei den Farben der Weltkugeln handelt sich um die Visualisierung WarningStripes des Designers Alexander Radtke, der globale Temperaturveränderungen zwischen 1850 und 2020 anschaulich durch Farbverläufe von grün zu rot darstellt. Das Projekt basiert auf der Studie “Show your Stripes” des Klimawissenschaftlers Ed Hawkins

Mit der sozial-ökologischen Transformation wollen wir einen Weg einschlagen, auf dem wir diesen Farbverlauf umkehren und in eine nachhaltigere Zukunft blicken können.

Design Logo © Tanja Podere