Stellungnahme

Initiative Neues Wirtschaftswunder legt „Plädoyer für ein umfassendes Reformpaket für die Finanzwirtschaft“ vor

Im wirtschaftlichen Mainstream tun sich immer wieder Abgründe auf. Siemens, MAN, Deutsche Bank, VW, Cum-Ex und nun der größte Hoffnungsschimmer am deutschen Fintech-Himmel …
Wirecard.

Es wird gelogen und betrogen. Für den Finanzstandort Deutschland steht einiges auf dem Spiel.

Lesen Sie hier unsere Leitgedanken und 6 Vorschläge für ein umfassendes Reformpaket für die Finanzwirtschaft.

Das Konjunkturpaket: Eine vertane Chance für den sozial-ökologischen Wandel

Stärkung von Konsum durch Mehrwertsteuersenkung, Investitionen in Digitalisierung und Forschung, Förderung von Elektromobilität, jedoch keine Abwrackprämie für Verbrenner stellen einige der Kernelemente des Konjunkturpakets dar, das am 04.06.2020 vom Koalitionsausschuss veröffentlicht wurde. Leider werden die Maßnahmen im Umfang von geschätzt €130 Mrd. – beinahe 4% des BIP – der Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation nicht gerecht.

Das Gesamtpaket lässt keinen Willen erkennen, der deutschen Wirtschaft den unvermeidlichen Weg hin zu einer nachhaltigeren Form des Wirtschaftens zu ebnen. Im Gegensatz zu unserem Vorschlag lässt der Regierungsplan eine konzeptionelle Leitlinie vermissen.

Initiative Neues Wirtschaftswunder legt „Maßnahmenvorschläge für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm“ vor

In einer umfangreichen Stellungnahme vom 1. Juni 2020 legt die Initiative Neues Wirtschaftswunder detaillierte Maßnahmenvorschläge für ein Konjunktur- und Investitionsprogramm der Bundesregierung vor. Bis 2030 umfassten die von der Initiative geforderten Konjunkturhilfen ein Volumen von rund 330 Mrd. EUR und könnten nach eigenen Berechnungen der Initiative Neues Wirtschaftswunder vollumfänglich gegenfinanziert werden durch den Abbau klimaschädlicher Subventionen oder die Erhöhung der CO2- Besteuerung.

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Neues Wirtschaftswunder nach Corona durch kluge Staatsbeteiligungen

Die Politik muss jetzt die Weichen stellen für die zweite Phase der Unterstützung von kleineren und mittleren Unternehmen (KMUs). Die gewährten großzügigen Kreditlinien werden für sich genommen in vielen Fällen das Überleben von Unternehmen nicht sichern können. Es bedarf einer strategischen Planung, wie in solchen Fällen illiquide, aber tendenziell solvente Unternehmen erhalten werden können. Jobsicherung und erhöhte ökologische Nachhaltigkeit müssen in diesem Zusammenhang die zentralen Leitlinien staatlichen Handelns darstellen.

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung muss nachhaltig sein!

Die Bundesregierung plant für Juni ein Konjunkturprogramm von voraussichtlich €50 Milliarden , um die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen.  Wichtig ist, dass wir aus den Fehlern der letzten Wirtschaftskrise lernen. So sind nach der Finanzkrise 2008 die CO2-Emissionen stärker gestiegen, als sie krisenbedingt zunächst gesunken waren.  Neues Wirtschaftswunder fordert die Bundesregierung auf, ein konsistentes, auf Nachhaltigkeit …

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Keine bedingungslosen Staatshilfen für die Lufthansa

Berlin. Kaum eine Branche ist von der Corona-Pandemie so hart getroffen worden wie die Luftfahrt. Bei der Lufthansa ist das Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um weit über 95% zurückgegangen. Nach Unternehmensangaben macht der Konzern derzeit jede Stunde €1 Million Verluste. Seit Mitte Februar ist der Aktienkurs um die Hälfte gesunken, gegenüber ca. 20% für den DAX-Index insgesamt. Die großen Ratingagenturen haben begonnen, die Kreditwürdigkeit der Kranichlinie in den sogenannten „Junk“-Bereich spekulativer Anlagen herabzustufen. Auch Lufthansa Anleihen haben knapp 30% ihres Wertes eingebüßt. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist bedrohlich.

Autogipfel am 05. Mai 2020

Neues Wirtschaftswunder oder altes Strohfeuer? Der Autogipfel darf keine Abwrackprämie 2.0 beschließen!

Berlin – Die Automobilindustrie fordert von der Bundesregierung eine Kaufprämie für Autos. Diese soll auch für Diesel- und Benzinfahrzeuge gelten. Nur so könne man die Herausforderungen im Zuge der Corona-Krise meistern. Dividenden an Aktionäre sollen hingegen unberührt bleiben. Diese Forderung wird die Industrie beim Autogipfel am 5. Mai im Kanzleramt nachdrücklich vortragen. Die Politik sollte diesem Anliegen nicht stattgeben.